Mindestens 4 Punkte, höchstes 7?

Vergessen Sie diese Frage nach den reinen Zahlen. Eine Webseite benötigt so viele Menüpunkte oder Navigationspunkte, wie es an relevanten Themengebieten gibt. Und diese gehören aus Sicht des Nutzers so eingeordnet, dass der Nutzer eine konkrete Erwartungshaltung hat, die ihm dort in der Navigation und den dahinterliegenden Inhalten auch erfüllt wird. "Überraschung in der Navigation" ist kein Konzept, sondern ein Irrtum.

Navigationspunkte: Inhalte hinter Ihnen

Zunächst einmal ist wichtig, den Sinn von einer Navigation auf einer Webseite zu verstehen. Wenn ein Nutzer durch das Internet navigiert, dann benutzen die meisten inzwischen Suchmaschinen. Ihre Firma war also der erste Navigationspunkt, den der Nutzer aufgerufen hat und das tat er bereits in den SERPs (Suchmaschinen Ergebnisseiten). Welchen Rückschluss können Sie daraus ziehen? Ganz einfach: Ihre Firma ist auf Ihrer Seite kein Navigationspunkt mehr.

Eine berühmte Automarke - neben wir beispielhaft BMW - wird die Webseite nicht mit dem Navigationspunkt "Fahrzeuge" beginnen, denn das würde ja das gesamte Soritment einschließen, außer man hat völlig andere Geschäftsbereiche wie etwa "Werkstatt-Service" oder "Autoteile" anzubieten. Aber ansonsten wäre der Fahrzeughersteller gut beraten seine Navigation nach "LKW", "Bus", "PKW", "Motorräder"... zu trennen. "Fahrzeuge" dagegen würde ja alles umfassen. (Im konkreten Fall wäre es wohl noch sinnvoller die Webauftritte zu trennen, denn es sind wohl keine 3 % der Nutzer dabei, die sich überlegen bei BMW spontan einen LKW zu kaufen. Daher wäre die Nutzfahrzeug-Sparte wohl mit einem eigenen Webauftritt gut bedient...

Horizontale oder vertikale Navigation

Das ist keine Design-Sache: Die Frage ob eine Navigation horizontal oder vertikal ist, hat nichts mit der Frage zu tun, ob die Navigationsleiste eine horizontale oder eine vertikale Leiste ist. Es geht um die innere Logik bei dieser Frage, die sich auch ein wenig an das Thema Sortimentspolitk annähert, aber nicht immer damit zu tun hat.

 

Horizontale Organisation der Inhalte...

Ihr Produkte oder Dienstleistungen können Sie für eine horizontale Navigation in Gruppen gliedern. Das machen typischerweise Versandhäuser, sie gliedern die Navigation in "Elektronik", "Mode", "Lebensmittel"... das ist eine Vorgehensweise, die wohl die meisten Nutzer verstehen werden.

Das Eine schließt das Andere nicht aus: Das ist ein wichtiges Kennzeichen einer guten Navigation. Natürlich können Themengebiete ineinander greifen, aber dafür wurde ja auch das Internet, konkreter das World Wide Web und noch konkreter HTML erfunden. Damit Dinge untereinander "verlinkt" sein können. Und wenn das Unternehmen nun Kleidung mit "Wearables" darin verkauft, also Elektronik-Bestandteile, dann müsste man unter den Menüpunkten "Elektronik" und "Mode" eben eine Querverlinkung einbauen, die die beiden dann auf eine Themenseite "Bekleidung mit elektronischen Gadgets" führt.

Vertikale Organisation der Inhalte...

Eine andere Art der Navigation auf Ihrer Webseite könnte sich an der "vertikalen Sortimentspolitk" orientieren. Wer nur Händler ist, wird das vermutlich nicht machen, ein Dienstleister kann es dagegen schon tun. Beispielsweise eine Webagentur könnte theoretisch die einzelnen Bestandteile ihrer Arbeit auch getrennt voneinander anbieten. "Konzeption", "Grafik-Design", "Installation und Konfiguration des Content-Management-Systems", "Programmierung HTML/JavaScript und CSS", "Redaktionelle Befüllung / Erarbeitung der Inhalte" und "Betrieb / Hosting" sowie nachfolgende Maßnahmen wie "Online-Marketing", "Suchmaschinen-Optimierung", "Performance-Überwachung"... - Quasi nach der Kette der Abläufe in einem Gesamtprodukt, wobei der Kunde auch ein Teilprodukt (zB einfach nur die Konzeption oder nur die inhaltliche Befüllung kaufen könnte, völlig unabhängig davon, welche andere Firma den Webauftritt letztlich programmiert hat...).

Zielgruppen-Organisation der Inhalte

Die Inhalte einer Internetseite können auch nach Zielgruppen getrennt sein. Banken machen das meistens eben so, dass Sie "Privatkunden", "Firmenkunden", "Freie Berufe / Selbstständige" als Navigationspunkte führen. Dann muss man sich einer Sache sehr sicher sein: Die Nutzer auf der Webseite müssen eindeutig wissen, wer sie sind. Und hier beginnt schon das Problem mit einer von einer Person gegründeten GmbH - bin ich nun Selbstständig, oder suche ich ein echtes "Firmenkonto" für meine GmbH? Bei Mode wäre das auch möglich, man kann relativ klar nach Herren- und Damenmode trennen und einen eigenen Bereich für Kinder machen. Aber was passiert, wenn es eine Webseite für Veranstaltungen ist. "Show / Bühne", "Theater", "Popmusik", "Sport" und dann... "Für Kinder" - und jetzt müssen Sie als User entscheiden: Ist das Kasperl-Theater ein "Theater" oder "Für Kinder". Und da beginnen die Mißverständnisse.

Die Lösung dafür wäre noch relativ einfach, wenn Sie statt einer Navigation entweder eine sehr intelligente Suche oder eine Filterfunktion haben, wo man dann auch "Sport" und "Kinder" zusammenführen kann und zu Sportveranstaltugen geführt wird, die für Kinder gut geeignet sind.

Thema fertiglesen...

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Grundregeln für die Navigation

Es gibt auch noch ein paar Grundregeln, die man bei der Erstellung einer Navigationsstruktur beachten sollte. Kurz zusammengefasst sind es diese hier:

  • Nach externen Vorgaben denken - die interne Bezeichnung einer bestimmten Abteilung ist nicht relevant und es ist noch weniger relevant, dass jede Abteilung "Anspruch auf ihren Navigationspunkt" hat - passiert öfter, als man denken würde. Gliederung aus Sicht der Kunden.
  • Navigationspunkte öffnen immer eine Webseite in Ihrem Webauftritt. Verlinken Sie nicht Navigationspunkte auf externe Webseiten oder gar auf eine Datei. Und wenn das schon zwingend nötig ist, dann machen Sie es im Navigationspunkt sichtbar. "Jahreskatalog-Download (PDF)" wäre noch im Bereich des Machbaren, "Jahreskatalog" als Menüpunkt der direkt ein PDF lädt, ist untragbar. Tatsächlich sollte der Jahreskatalog eine Webseite haben, wo ein Download-Button mit PDF und Angabe der Dateigröße vorhanden ist.

Die große Mülleimer-Gefahr

Das größte Problem bei der Erstellung von Navigationsstrukturen auf Webseiten ist in den meisten Fällen die "Große Mülleimer"-Gefahr. Das Unternehmen hat brav seine ganze Navigationsstruktur organisiert und hat jetzt noch eine Reihe von Dingen, die "irgendwo untergebracht" werden müssen.

Dann erfindet der Zuständige für die Webseite den ultimativen Navigationspunkt: "Service".

Und damit beginnt ein großes Trauerspiel, denn unter "Service" ist dann nicht etwa wie bei einer Werkstatt ein "Jahresservice" gemeint, sondern ein Sammelsurium aus den AGBs, den Downloads, dem Pressespiegel und der Unternehmensgeschichte ... erklären Sie einmal einem User, was diese Themen für einen Service-Charater haben!

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