Inhalte auf Fingertipp...

Es hätte auch Steve Jobs sein können, der ein Tool vorstellt mit dem man sich im Internet mit dem Fingerdruck bewegen und navigieren kann. Mit seinen Touch-Screens auf dem ersten iPhone revolutionierte der Apple-Co-Founder Steve Jobs die Nutzung von elektronischen Geräten und auch die Nutzung des Internet. Dass man aber mit dem Finger und dem Gefühl schon viel früher etwas tun konnte, beweisen die Braille-Zeilen, auch wenn die Idee völlig anders ist.

Was ist eine Braille-Zeile?

Die Braille-Zeile dient dem Lesen von Inhalten in Braille-Schrift. Es handelt sich dabei nicht um eine eigene Sprache, sondern um eine Schrift, also um eine Form von Buchstaben und Zahlen, die die Sprache in der eigenltichen Muttersprache abbilden. Dabei werden sechs Punkte benutzt, die in 2 Spalten zu jeweils 3 Punkten bestehen. Eine Braille-Zeile ist ein Gerät, das man an einen Computer (üblicherweise an den USB-Port) anschließt. Diese Zeile hat kleine Stifte aus Kunststoff und gibt den Text, der auf dem Bildschirm erscheint in Braille-Schrift aus. Am Computer besteht die Braille-Zeile übrigens nicht aus 2 x 3 Punkten sondern aus 2 x 4 Punkten, das erhöht die Varianz und erlaubt auch "Kurzschrift" (Stenografie per Braille) um eine schnellere Nutzung zu gewährleisten.

Die blinde Person, die den Text mit Hilfe dieser Braille-Zeile lesen möchte, kann dazu mit dem Finger an der Braille-Zeile entlang fahren und die Buchstaben und Buchstabenkombinationen mit dem Tastsinn erfassen.

#Braille? Falls Sie davon noch nichts gehört haben, das ist ein Schrift - keine Sprache. Brailleschrift wurde vom Franzosen Louis Braille entwickelt. Sie besteht aus Mustern gemacht aus Punkten, die man mit dem Finger ertasten kann. Es handelt sich um 6 Punkte, die in unterschiedlicher Kombination gedruckt werden und fühlbar sind.

Wichtigstes Kriterium: Reihenfolge

So wie Sie die Inhalte für Webseiten auch in Sachen Suchmaschinen-Optimierung aufbereiten sollten, so sollten Sie auch bei der Braille-Schrift-Idee vorgehen. Die Braille-Schrift wird von der Software automatisch ausgelesen, mit dem Finger kann der Text entnommen werden. Aber um es ganz plakativ zu sagen: Die Reihenfolge im Text ist entscheidend. Auch wenn das für viele Internetseiten nicht mehr zutrifft, aber um es zu verstehen, hilft die Idee.

Eine dreispaltige Zeitung...

Stellen Sie sich vor, dass Sie eine Zeitung lesen möchten, die einen Artikel in 3 Spalten abdruckt. Und nun geben wir Ihnen ein Blatt Papier, das Sie unter die erste Zeile legen. Lesen Sie die ganze Seite von links nach rechts quer über die Spalten. Dann die 2. Zeile und dann die dritte Zeile... spätestens jetzt werden Sie verstehen, was es mit der "Reihenfolge" auf sich hat. Im Web sollte das heutzutage natürlich kein Thema mehr sein, aber das Thema ist trotzdem "Sequentielle Lesbarkeit". Ihre Inhalte müssen also funktionieren, wenn man sie der Reihe nach durchliest, denn etwas anderes kann eine Braille-Zeile nicht tun.

Ihr Testvorgang: CSS abschalten...

Um zu verstehen, was ein Mensch zu "sehen" bekommt, der nichts sieht sondern mit der Braille-Zeile agiert, hilft es oft auch sich im Browser die eigene Webseite zu öffnen und dann mit der entsprechenden Funktion die sogenannten "Cascading Style Sheets" (CSS) abzuschalten. Schon sollte Ihre Seite am besten in einem Durch als Text-Wurst erscheinen... dann können Sie nachvollziehen, was ein blinder Nutzer hier zu "sehen" bekommt. Wenn das in sich nicht logisch nutzbar ist, wissen Sie, dass etwas schief gegangen ist, bei der Erstellung einer barrierefreien Internetseite.

Thema fertiglesen...

Alles rund um barrierefreie Internetseiten

Barrierfreie Webseite - mit Farbkontrasten

(c) videomar.at

Farbversionen?

Die Idee ist nicht, dass man eine nicht barrierefreie Webseite macht und dann Farbkontraste benutzt um sie doch noch barrierefrei zu bekommen - es geht um mehr und das mit einem anderen Hintergedanken.

Farbkontraste

Wie Blinde das Web nutzen?

(c) videomar.at

Blinde Internet-Nutzer

Die Audioausgabe ist manchmal nervig, vor allem kann sie in einem Büro stören, weil dann viele Stimmen durcheinander sprechen. Mit der Braille-Zeile kann man aber auch im Internet unterwegs sein.

Web in Braille-Schrift

Suchmaschinen sind blind!

(c) videomar.at

SEO Barrierefrei?

Zum Thema Barrierefreie Internetseiten: Acuh Suchmaschinen sind blind, sie können nichts mit Richtungsangaben anfagen und benötigen ein funktionierendes HTML-Markup. Es hilft Ihnen, wenn es barrierfrei ist.

Optimieren für Suchmaschinen

Eine Barrierefreie Seite ist nicht altbacken!

(c) Pereanu Sebastian on Unsplash

Altbacken weil Barrierefrei?

Nein, barrierefreie Webseiten sind nicht altbacken. Sie müssen nicht daherkommen, wie eine Schreibmaschine neben einem Smartphone, denn barrierefreie Webseiten sind durchaus auch modern. Überzeugen Sie sich.

Keine Angst!

Das Alphabet in Braille

Das - vorweg gesagt - dient nur zur Visualisierung für sehende Menschen, damit sie sich vorstellen können wie eine entsprechende Textpassage in Braille aussieht. Das hat nichts damit zu tun, dass diese Zeichen dann eine Braille-Zeile besser oder richtiger ausgeben würde. Die Braille-Zeile gibt den echten Text aus. Was Sie beispielsweise auf der Webseite des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreich - BSVÖ (Externe Seite) sehen, ist eine Visualisierung, das hat für einen echten Braille-Zeilen-Nutzer keinen echten Mehrwert. Aber es visualisiert für alle anderen das Thema und das Anliegen des Verbandes.

Unicode für Braille-Schrift

Wie Sie auch auf der Wikipedia lernen können (Externe Seite), gibt es eine entsprechende UNICODE Tabelle auch für die Braille-Schrift, das entstand 2011 und diese Form mit 2 x 4 Punkten erinnert wiederum jeden, der sich mit Computer auskennt an eine wichtige Zahl. Es sind 2 x 4 - also 8 Punkte. Die können entweder herausgefahren sein oder nicht herausgefahren sein. Das ist also 8 Bit. Die Paarung ist eben egal. Ob man "0" oder "1" oder "Kein Strom" oder "Strom" oder "Punkt spürbar" oder "Punkt nicht da" hat - es ist immer das selbe. Und daher ergibt sich eine Varianz von 256 Zeichen, die man mit der Braille-Schrift am Computer erzeugen kann. Neben den Buchstaben von A bis Z und den Zahlen von 0 bis 9 gibt es noch einiges, was an sinnvoller "Kurzschrift" vorhanden ist.

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Augenkrankheiten, Brillen, Kontaktlinsen und auch Augenlaser-Technik, diesen Themen widmet sich die Online-Präsenz DER DURCHBLICK. Hier geht es auch um Barrierefreiheit von Webseiten im Netz.

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